Kurios

Falscher Fake: War dann leider doch nicht so

marawinter Kurios, Sonstiges Leave a Comment

martschulz

Quelle: eigenhändig abfotografiert aus dem ZEIT-Magazin vom 24.08.2017

Fake News sind in. Ich muss zugeben, dass ich solche Geschichten mag. Also hinterher, wenn man alle Versionen kennt, nicht vorher, wenn ich auf irgend etwas reinfalle.

Ich gebe zu, dass ich gutgemachte Fakes selten als solche erkenne. Es gibt natürlich  Spezialisten, die es immer schon vorher „ganz genau erkannt“ haben. Mag sein, ich gehöre nicht dazu.
Der Kanzlerkandidat Martin Schulz als Experte für schwedische Fenster ist schon ziemlich cool. Warum haben die kein Bild aus einer der unzähligen legalen Dazenbanken genommen, bei denen man oftmals nichtmal eine Quellenangabe machen muss? Ich finde, dass er da richtig gut reinpasst. Wäre vielleicht eine Alternative, falls es mit der Kanzlersache nicht so klappt.
Besser finde ich die Geschichte vom Pastor, der wie Jesus übers Wasser wandeln wollte und von Krokodilen gefressen wurde. Habe ich sofort geglaubt. Leider auch ein Fake. (Quelle: https://web.de/magazine/panorama/pastor-uebers-wasser-laufen-krokodil-gefressen-32326940)
Meine Lieblingsgeschichte ist aber immer noch die von dem chinesischen Mann, der seine Frau verklagte, weil sie ihm „schweinehässliche“ Kinder geboren und zahlreiche Schönheits-OPs verschwiegen habe. Leider stellte sich diese Geschichte als Fake heraus. Es soll sich in Wirklichkeit um die versteckte Werbung einer Schönheitsklinik handeln. So weit, so seltsam. Andere Quellen sagen jedoch, das Bild sei aus einer Autowerbung gestohlen und die ganze Geschichte erfunden. Schade. Die Kampagne der Schönheitsklinik hätte meinen Respekt gehabt.

Quelle 1: http://www.schleckysilberstein.com/2013/11/chinese-verklagt-ex-frau-fur-geburt-hasslicher-kinder-und-gewinnt/

Quelle 2: http://www.bildblog.de/43457/das-haessliche-gesicht-des-journalismus/

Leider werden die wenigsten Geschichten besser, wenn sie aufgedeckt werden, sondern irgendwie langweilig. Deshalb lassen manche Leute das Ende lieber weg. Verständlich, aber nicht so ganz richtig, oder?
Deshalb verrate ich euch auch, dass die Werbung mit Martin Schulz nicht in Schweden, sondern in Russland erschienen ist. Sieht man ja an der Schrift. Aber das habt ihr sowieso sofort gemerkt, oder?

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *