Wie ein Cover entsteht

Von der Vision bis zum fertigen Cover: Wie ein Titelbild entsteht

marawinter Affengeschichten, Literaturbetrieb, Sonstiges Leave a Comment

Bei Büchern im Laden oder im Internet sieht man auf den ersten Blick nur das Cover. Für viele Leser ist das Titelbild ausschlaggebend dafür, ob sie ein Buch kaufen oder nicht.

Welcher Prozess hinter der Entwicklung des Titelbilds liegt, sieht man den Büchern oft nicht an.

Damit ihr einen Eindruck davon bekommt, zeige ich euch hier mal, wie das Titelbild zu den „Affengeschichten“ entstanden ist.
Wie ein Cover entsteht

Ich wünschte mir etwas Grimmig-Süßes, so wie die Katze auf einem Poster aus dem Diogenes-Verlag, das bei uns im Kinderzimmer am Schrank hängt. (Ich hoffe, dass Diogenes es mir gestattet, ein Foto davon zu zeigen.)
Der Zeichner timlo entwarf ein Bild, das ziemlich genau diesem Eindruck entsprach, aber die Kinder guckten hier so grimmig, dass mein Sohn sagte: „Die sollen Spaß haben und nicht böse sein!“ Also bat ich den Zeichner darum, die Kinder freundlicher schauen zu lassen. Außerdem wollte ich eine andere Pose für Fuffo, denn ich hatte mich inzwischen entschieden, „Affengeschichten“ nur als Untertitel zu nehmen, weil außer meinen Facebook-Followern niemand auf Anhieb versteht, was damit gemeint ist. Daher entschied ich mich fü ein Kinderzitat, damit gleich klar wird, dass es um ein KInderzitatebuch geht. Nach längerem Brainstormen landeten wir bei „Nicht so welche Sprüche, Mami!“, weil hier klar wird, dass es um Sprüche geht, dass ein Kind mit der Mutter spricht und dass es um ein kleines Kind geht, weil es einen Grammatikfehler macht.
Nun sollte der Junge auf dem Bild also belehrend wirken. Dafür ließ der Zeichner seine Frau posieren, damit er das mit dem Zeigefinger richtig abmalen konte.
Mit dem fertigen Bild war ich sehr zufrieden, auch Motte schaute inzwischen freundlicher. Ich bat nur noch um hellere Haare bei Fuffo, dann konnte das Bild an die Grafikdesignerin gehen, die mir sieben Coverideen vorschlug. Sieben!
Das war zu viel für mich, weil mir alle gefielen. Ich diskutierte mit Freunden und postete einen Auswahl in drei Facebookgruppen. Auf einen wichtigen Punkt wurde ich aufmerksam gemacht: Da es nicht direkt ein Kinderbuch, sondern in erster Linie ein Buch für Erwachsene über Kinder ist, sollte es nicht zu verspielt daherkommen. Daher fielen meine Favoriten mit den Wasserfarben leider heraus.

Schließlich blieben nur noch zwei Versionen übrig, einen Tag später entschied ich mich für die Streifen.

Was noch folgte, war ein seeeehr langwieriger Prozess, bis die Rückseite stand und der Umschlag von Amazon akzeptiert wurde. Nur soviel: Ich kenne den automatischen Text des Kindle-Publishers jetzt auswendig, sie prüfen Qualität, Format, Schriftarten, Bildqualität, Ränder, Seiten und dann schlagen sie mir vor, einen Kaffee zu trinken oder ein Sandwich zu essen, weil es noch viel länger dauern wird …

Und hier seht ihr das fertige Cover:

 

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